Tempelhof Pioniere

eine neue Spielwiese

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung war in Bezug auf das Tempelhofer Feld schon immer gut darin in ihren öffentlichen Äusserungen immer viel von Bürgerbeteiligung, Partizipation, Dialog und Mitbestimmung zu reden. Doch hinter all dem schönen Wortgeklingel wird nur nur verschleiert, dass die Bürger real wenig zu sagen haben. Mitreden darf man, aber nur im Rahmen der von oben vorgegebenen Pläne und Konzepte. Eigene Ideen und Initiativen, die da nicht reinpassen, sind unerwünscht.
Das zeigt sich auch bei der neuen Spielwiese Zwischen- und Pioniernutzungen im Tempelhofer Park ,die heute offiziell zum Mitspielen gestartet wird.

Pioniernutzungen Tempelhofer Park

Die dunkelroten Flächen stellen die Startflächen Pioniernutzung dar.

Im Rahmen der „prozessualen und partizipativen Stadtentwicklung“ für das Gelände des Tempelhofer Feldes werden grosszügigerweise 3 Areale für Zwischennutzungen zur Verfügung gestellt. Dort sollen neue Nutzungsideen entwickelt werden, aber die Themen stehen schon fest:
„Gesucht werden Projekte, die die Entwicklung des Tempelhofer Parks fördern, attraktive Angebote für Erholung- und Freizeitsuchende schaffen oder neue unternehmerische, soziale und kulturelle Ideen umsetzen möchten. Die Nutzungen sollen zu den thematischen Ausrichtungen der einzelnen Pionierfelder passen und innerhalb der zeitlichen Fristen Erfolg versprechend realisierbar sein.“

Die drei Pionierfelder sind (zitiert aus den Unterlagen) :

„Pionierfeld Columbiadamm 2010 – 2013
Kombinierte Sport- und Kulturnutzung
Zahlreiche bereits existierende sportliche Nutzungen am Columbiadamm werden mit kulturellen Nutzungen ergänzt und kombiniert. Eine temporäre Eventfläche eröffnet Raum für ganz unterschiedliche Veranstaltungen und Aktivitäten.

Pionierfeld Oderstraße 2010 – 2016
Neuköllner Nachbarschaften
Die Nutzungsangebote dieser Pionierflächen richten sich vor allem an nachbarschaftliche Projekte, die aus dem Kiez kommen bzw. die diese ergänzen und bereichern. Es sind sowohl gärtnerische Nutzungen, Kinder- und Jugendprojekte sowie kleinstökonomische oder künstlerische Nutzungsideen vorstellbar.

Pionierfeld Tempelhofer Damm 2010 – 2013
Wissen schafft Kultur
Als Bühne des Neuen eröffnet dieses Pionierfeld Raum für temporäre und kombinierte Technik-, Arbeits- und Ausstellungsprojekte. Vorstellbar ist zudem, das bestehende Gleis für mobile Wissens- und Kulturangebote zu reaktivieren und touristische Angebote zu schaffen. Eine temporäre Eventfläche eröffnet Raum für ganz unterschiedliche Veranstaltungen und Aktivitäten. “

Dafür kann sich jetzt beworben werden, die Projekte sollen sich selbst tragen und auch eine Pacht für den Geländebereich ihrer Nutzung bezahlen. Wer die Sprache der Bewerberinfos und den bürokratischen Aufwand für diese Bewerbungen sieht, den vorausgesetzten Bildungsstand und die nötige Zeit, der kann daran schnell erkennen, wer sich bewerben soll und wohl auch bewerben wird. Das ist nämlich nicht die grosse Mehrheit der hier im Schillerkiez lebenden Hartz4-Bezieher, Migranten usw. , sondern die kleine hier lebende Mittelschicht, deren Projekte zur Aufwertung gewünscht werden.
Information zur Bewerbung

In der gestrigen RBB-Abendschau war von Hardy Schmitz ( Geschäftsführer, Adlershof Projekt GmbH ) zu hören, dass seine Gesellschaft als Entwicklungsträger für das Tempelhof Projekt am 17. Juni ihre Ideen, Vorstellungen und Leitbilder für die Entwicklung von Gebäude und Gelände öffentlich präsentieren will.





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