Personalienfeststellung, Durchsuchungen wegen Rumsitzen

Die neue Methode für Ruhe und Ordnung am Tempelhofer Feld zu sorgen. Gestern nachmittag am Ex-Flughafen:

Der Wachschutz fühlt sich genervt von paar Leuten, die am Rondell am südöstliche Ende des Geländes sitzen und alarmiert mal eben die die Polizei. 50 Meter weiter nördlich, wo die Oderstrasse in den Fussgängerweg übergeht, hängt ein 1 Meter langer Seilfetzen mit einem „Karabinerhaken“ am Zaun. Der hing da schon, als die Rondellbesucher kamen. Das ist der Anlass für vier (es blieben später dann nur zwei) Mannschaftswagen der Polizei herbei zu rasen und vor dem Rondell zu stoppen. Die Personalien der Anwesenden werden kontrolliert und die Personen samt mitgeführten Sachen durchsucht. Als Grund für diese Massnahmen wird was erzählt vom ASOG, einem gefährdeten Ort und dem Verdacht auf strafbare Handlungen wie Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Damit ist das Seil mit dem Haken gemeint. Was die Anwesenden damit zu tun haben, konnte nicht vermittelt werden, ganz abgesehen von der abstrusen Straftat-Konstruktion.

Das war der Anfang. Wie es weiter ging, erzählt ein Text von später hinzugekommenen Picknickern auf indymedia:
Polizei verhindert Zaunpicknick .

Anscheinend wird der Bereich rund um den Ex-Flughafen und da besonders die Oderstr. als gefährlicher Ort im Sinne des ASOG (Allgemeines Sicherheits- und Ordnunggesetz ) Berlin eingestuft. Dies bietet die Möglichkeit jeden Menschen ohne irgendwelche konkreten Verdachtsgründe mit Ausweiskontrollen, Durchsuchungen und Platzverweisen zu schikanieren. Die Polizisten hatten vorgefertigte Formulare für Platzverweise im A4-Format mit Lageplan und Strassenangaben bei sich, wo nur noch Datum und Uhrzeit einzutragen sind.

Polizei Nähe Rondell Ex-Flughafen Tempelhof


1 Antwort auf “Personalienfeststellung, Durchsuchungen wegen Rumsitzen”


  1. 1 Tempelhof und die reaktionär ekklusiven Flughafenfetischisten « Analyse, Kritik & Aktion Pingback am 05. Oktober 2009 um 22:34 Uhr
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