Ausstellung zu Neukölln

Ausstellung zu Neukölln

Warum diese Ausstellung?

Dass Neukölln Schlagzeilen macht, ist nichts Neues. Schon lange gilt der Bezirk als Problemviertel schlechthin, neuerdings wird er allerdings auch als Szeneviertel gehandelt. Droht in Neukölln eine Gentrifizierung wie im Prenzlauer Berg, also eine Aufwertung des Kiezes, infolge derer die ansässige Bevölkerung nach und nach durch zahlungskräftigere Mieter_innen verdrängt wird?
Um diese Frage zu beantworten, haben wir recherchiert und diskutiert. Unsere Ergebnisse möchten wir euch in einer Ausstellung präsentieren. Uns ist klar geworden, dass Mietsteigerungen und die dazu gehörigen Verdrängungseffekte Folgen sind, denen eine längere Entwicklung vorausgeht. Wie die Erfahrungen aus anderen Stadtteilen zeigen, werden Gentrifizierungsprozesse immer auch von der Politik mitangestossen.

Vier solcher stadtpolitischer Projekte haben wir uns genauer angeschaut:
Die Aktion!Karl-Marx-Straße ist ein Beispiel für den Versuch, Wirtschaft, Handel und Dienstleistungen zu stärken, um Neukölln für einkommensstarke Käufer_innen interessant zu machen.
Mit dem geplanten Campus Rütli soll das Image verbessert und der „Problembezirk“ zum Aushängeschild für „multikulturelles Lernen“ werden.
Die Umgestaltung der Kindl-Brauerei zielt darauf, den Standortfaktor „Kultur“ auszubauen.
Die Bebauung des Flughafen Tempelhof ist ein Großprojekt, das auf die ganze Stadt wirken und für Neukölln Aufwertungsprozesse mit sich bringen wird.

Wir finden es wichtig zu fragen, welche Auswirkungen diese Projekte haben, wem sie nützen und was sie für die Anwohner_innen bedeuten.
Kiezgruppe Neukölln





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