Plan für die Öffnung Tempelhofer Feld

Seit längerem gibt es eine Ideenwerkstatt Tempelhof, die im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin ein Konzept zur integrierten Stadtentwicklung zur Aktivierung des Tempelhofer Felds erstellt. Dort arbeiten das Raumlabor Berlin, Studio UC K. Overmeyer und Michael Braum & Partner zusammen. Mit Hilfe von Pioniernutzungen und kulturellen Initiativen soll dieses Konzept ein „strategischer Ansatz“ sein, „der qualitatives Wachstum auf unterschiedlichen,parallel zu entwickelnden Planungsebenen generiert.“ So soll eine fortlaufende , sich auch ändernde Entwicklung realisiert werden, ein „Dynamischer Masterplan“.

„Der Aktivierungsphase, dem Zeitraum zwischen der Beendigung der Flughafennutzung und dem Beginn der zukünftigen Nutzung, kommt in dieser Hinsicht eine besondere Bedeutung zu: Der entstehende „Assoziationsleerraum“ des Images von Tempelhof muss neu besetzt und ein eigenständiges, neues Branding gewagt und entwickelt werden. Neben der Imagebildung werden in der Aktivierungsphase aber auch wichtige räumliche Entscheidungen getroffen:vorhandene Räume werden für neue Nutzungen entdeckt, öffentliche Orte geschaffen und Identitäten für die langfristige Entwicklung gebildet.“

So wurde ein Phasenmodell entwickelt:

Phase 1 Nov. 2008 – Mai 2009
Das Feld bleibt geschlossen
Phase 2 Mai 2009 –
Kontrollierte Öffnung des Tempelhofer Feldes
Phase 3 Mai 2009 –
Teilareale – erste Pioniere
Phase 4 Zeitpunkt nicht definiert
Öffnung des gesamten Areals

Aufbauend auf einer kontrollierten Öffnung wird „von einem gesteuerten und schrittweise aufbauenden Entwicklungs- und Vermarktungsprozess ausgegangen“.

Weitere Informationen finden sich in dem Text vom Raumlabor Aktivierende Stadtentwicklung / Flughafen Tempelhof , dem auch die Zitate entnommen wurden. Dort gibt es die Konzeptpläne (Stand 15.12.2008 ) zum Download, im .pdf-Format und zwischen 3 und 5 MB gross :
- Konzept für die Eröffnung „Tempelfeld“ mit der zentralen Schlüsselbotschaft des neugewonnenen Zugangs zum Gelände
- Erkundungsphase mit Programmschienen wie Kultur, Sozial und Partizipativ, Freizeit und Erholung, Kommerzielle Events und der Errichtung von Info- und Servicepoints
- Pionier- und Zwischennnutzungen als Katalysatoren auf vier Bereichen mit verschiedenen Schwerpunkten
- Aktivierung des Rings als Hauptschlagader mit Anbindung an die Umgebung und Schaffung besonderer Orte
- Temporale als „kreativer Ausnahmezustand“, ein kulturelles Grosseignis ab 2010 alle 2 Jahre

Ob diese Planungen tatsächlich vom Senat so umgesetzt werden oder nur eine Spielwiese für die Planerbüros waren, ist allerdings offen.





Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: