Archiv für Dezember 2008

Tempelhofer Feld offen für Studenten

Am 9.12.2008 konnte eine grössere Gruppe von Studenten des Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin das Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhof mit dem Fahrrad erkunden.
„Geführt wurde die ca. 80 Personen umfassende Gruppe von Christine Kuhn von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Das Projekt “Grand Opening” hofft, weitere Diskussionen und Schritte für die Öffnung der ca. 400 ha großen Fläche anregen beziehungsweise in die Wege leiten zu können.“
Weiteres in einen Bericht mit Fotos unter Grand Opening Tempelhofer Feld . Der Besuch fand im Rahmen eines Studienprojekts: Grand Opening Tempelhofer Feld statt.
Die allgemeine Öffnung des Geländes für Alle rückt in immer weitere Ferne. Im Mai 2008 redete die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung noch von einer ersten „Begehbarmachung des Areals“ im November 2008 und der „eigentlichen Öffnung wesentlicher Teile des Tempelhofer Feldes“ im Frühjahr 2009. Alles Lüge! In einem Gespräch zwischen Mitgliedern der Partei Die Linke und Mitarbeitern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wurde angeregt , wenigstens während der Kulturaktion „48 Stunden Neukölln“ Ende Juni 2009 das Tor an der Oderstasse zu öffnen. Darauf konnten/wollten die Verwaltungsvertreter keine Antwort geben. Der Berliner Senat ist eher daran interessiert , das Gelände für Events zu öffnen und damit Mieteinnahmen zu kassieren. So steht Anfang Juli 2009 das weltgrößte Festival der Musik-Feuerwerke mit dem Namen „Pyromusikale“ an und diverse Popkonzerte sind sicher schon in Planung.

Veranstaltung: All along Tempelhof

metroZones lädt ein zur Diskussion am Dienstag, den 16.Dezember 2008 „All along Tempelhof“

Im Ankündigungstext heisst es:

Städtische Interventionen zwischen Protest, Bürgerbeteiligung und „kultureller Aktivierung“: Lokale Initiativen zur künftigen Nutzung des Tempelhofer Flughafengeländes mit VertreterInnen von raumlabor-berlin, der Bürgerinitiative für die Nachnutzung des Flughafens Tempelhof (NANU THF) und der Initiative “Tempelhof für Alle”.

Am 31. Oktober wurde der Flugbetrieb in Tempelhof nach dem im April erfolgreich gescheiterten Volksentscheid endgültig eingestellt. Die Schließung ist zugleich eine Öffnung: Berlin gewinnt damit im Zentrum der Stadt eine riesige Freifläche von 386 ha, die 500 Fußballfeldern entspricht und nach neuen Nutzungskonzeptionen verlangt. Ein wesentliches Versprechen des Senats in der Auseinandersetzung um die Schließung des Flughafens war die Ankündigung, dass mit Ende des Flugbetriebs der Berliner Bevölkerung, vor allem aber den AnwohnerInnen der angrenzenden Quartiere, eine große Grün-, Frei- und Sportfläche zur Verfügung gestellt wird. Nach einer ersten Phase der „Bürgerbeteiligung“, Fachforen und Studien laufen zurzeit diverse städtebauliche und landschaftsplanerische Wettbewerbe und Interessenbekundungsverfahren, die sich vor allem an potentielle kommerzielle Investoren richten. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung kündigte an, das Tempelhofer Feld und die umliegenden Stadtviertel im Rahmen einer Internationalen Bauausstellung (IBA) und einer Internationalen Gartenausstellung (IGA) entwickeln lassen zu wollen.

Wir möchten am Beispiel der aktuellen Auseinandersetzungen um den Flughafen Tempelhof mit VertreterInnen lokaler Initiativen eine Diskussion zu unterschiedlichen Strategien und Ansätzen politischer/städtischer Intervention eröffnen. Eine Grundannahme ist, dass es kaum Orte und Gelegenheiten gibt, wo es zu einem Austausch und einer kritischen Reflektion dieser oftmals einfach nebeneinander existierenden Aktivitäten und Handlungsperspektiven kommt.

Was können im Rahmen der aktuellen Planungen für die Nachnutzung des Tempelhofer Flughafengeländes und unserer Einschätzungen zur Berliner Stadtentwicklung sinnvolle (linke) städtische Interventionen sein? Wer sind die Adressaten bzw. die Interessen, die mit ihnen vertreten werden? Wie halten wir es mit Konzepten wie „lokaler Demokratie“, „zukunftsfähige Stadt“ oder „Allgemeinwohl der Bevölkerung“? Bleibt als kleinster gemeinsamer Nenner linker städtischer Politik nur noch die Forderung nach mehr „Grün- und Freiflächen“?

Dienstag, 16.Dezember 2008 um 20 Uhr
Theater-Café Sowieso, Weisestr. 24, 12049 Berlin-Neukölln

Neues Plakat: Tempelhof für Alle

Es gibt ein neues Plakat im DIN A3- Format:

a3-plakat zweifarbig

Es knallt am Ex-Flughafen Tempelhof

Die Vermarktung des Flughafen-Geländes schreitet voran. 2009 soll es ordentlich am Flughafen knallen. Das weltgrößte Festival der Musik-Feuerwerke mit dem Namen „Pyromusikale“ soll vom 9. bis 11. Juli 2009 auf dem Ex-Flughafen Tempelhof stattfinden. Heute wurde der Vertrag von der BIM (Berliner Immobilienmanagement GmbH), die für die Vermarktung des Flughafengeländes zustandig ist, und dem Veranstalter „EDDA Konzert und Theater Veranstaltungs GmbH“ unterzeichnet. Der Vertrag ist auf 3 Jahre angelegt. Zitat aus ddp-meldung von heute:

„Bei der „Pyromusikale“ werden die größten Musik-Feuerwerke von Pyrokünstlern aus aller Welt inszeniert. In der Show werden nach Angaben der BIM sieben Feuerwerke mit Livebegleitung des Neuen Sinfonieorchesters Berlin gezeigt. Darüber hinaus solle ein Internationaler Kompositionswettbewerb für Feuerwerks-Musik stattfinden.“




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